Bierpreis-Index: Die Wiesn-Mass als Schnäppchen?

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Wiesn-Urlauber aus Norwegen kommen beim Bierpreisvergleich am besten weg

München - Der Ärger über die jährlich steigenden Bierpreise auf der Wiesn ist immer riesig. Für manche Touristen aber, ist der zweiwöchige Biergenuss in München sogar ein echter Spartrip. 

Das Oktoberfest nähert sich, die Bierpreise steigen und somit steigt auch der Ärger vieler Wiesn-Gänger. Die Mass Bier kostet dieses Jahr in den Festzelten zwischen 8,70 Euro und 9,20 Euro. Zum Vergleich: Letztes Jahr erst, kostete die Mass im Schnitt 8,65 Euro. Dennoch sind diese vermeintlich überhöhten Preise für manche Touristen ein wahres Schnäppchen.

Norweger und Japaner trinken günstig, für Südafrikaner jedoch wird es teuer

Das Personalberatungsunternehmen ECA International hat, unter Berücksichtigung von Wechselkursen und aktuellen Bierpreisen, einen Index erstellt, der den Preis einer Mass Bier in verschiedenen Ländern vergleicht. Dabei landet Deutschlands Wiesn-Mass nur im Mittelfeld und ist im internationalen Vergleich vielleicht sogar ein Schnäppchen.

Die Norweger trifft es am Besten: Den Preis den sie auf dem Oktoberfest für eine Mass Wiesnbier bezahlen müssen ist nur halb so groß wie der Literpreis in ihrer Heimat. Zudem profitieren noch die Japaner und Italiener von Bierpreis in München. Für die Japaner ist die Mass 40 Prozent billiger als das heimische Bier und somit die Wiesn einen Besuch wert. Italiener, die immerhin 30% sparen, lockt der Genuss von einem günstigen "Helles" auf das Lieblingsfest der Münchner.

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Am teuersten ist die Mass für die Südafrikaner. Das Bier kostet in München fast doppelt soviel wie am Kap der Guten Hoffnung. Für das Geld einer Wiesn-Mass wären Zuhause somit fast zwei Liter Bier erschwinglich. Tief in die Tasche greifen müssen auch die Spanier und die zahlreichen Engländer, deren heimischer Gerstensaft 45 Prozent bzw. 35 Prozent billiger ist.

Wiesn 2011: Die Bierpreise aus den großen Zelten

Wiesn 2012: Die Bierpreise aus den großen Zelten

"Raucherbalkone"

Auch dieses Jahr gilt wieder das strikte Rauchverbot in den Festzelten. Argentinier dürfte das wenig stören, eine Schachtel Glimmstängel kostet in ihrer Heimat 350 Prozent weniger. Eine Rauchpause wird somit geichzeitig zur Sparmaßnahme. Für Australier hingegen sollten die neuen Raucherbalkone der neue Hotspot werden: Eine Packung Zigaretten ist in München nur halb so teuer wie in "Down-Under"

Erschwerend für die Südafrikaner kommt dazu, dass neben dem hohen Bierpreis, sie vermeiden sollten krank zu werden. Eine Reiseapotheke aus der Heimat ist dafür sehr hilfreich. Der Grund: Ein Schmerzmittel kostet hier etwa viereinhalb mal soviel wie in der Regenbogennation.

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