Was mit drei Kreuzern begann...

Der Bierpreis auf der Wiesn

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Prost! Was gibt es besseres als eine frische Mass auf der Wiesn!

München - Mit Spannung wird er jedes Jahr erwartet: der neue Bierpreis auf dem Oktoberfest. Was mit drei Kreuzern begann, kostet den Wiesn-Besucher mittlerweile knapp zehn Euro.

Als das größte Volksfest der Welt im Jahr 1810 eröffnet wurde, musste man für einen Liter Bier drei Kreuzer hinlegen. Fast zwei Jahrzehnte blieb der Bierpreis damals stabil - heute undenkbar. Seit 1970 steigt der Preis für den Gerstensaft fast jedes Jahr. Mit Bekanntgabe des neuen Preises beginnen auch jährlich die Diskussionen, warum die Mass schon wieder teurer wird, ob sie auf der Wiesn nicht eh schon viel zu viel kostet und wo das hinführen soll. Steigt der Preis auch nur ein Jahr nicht, ist der Münchner hellauf begeistert und schäumt vor Freude schier über. 

Der Bierpreis seit 1810

Wie sich der Bierpreis seit dem Gründungsjahr 1810 bis heute entwickelt hat, zeigen wir in dieser Übersicht:

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Von Augustiner bis Paulaner: Das Bier auf dem Oktoberfest

Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, scheiden sich auch beim Bier die Geister. Doch auf dem Münchner Oktoberfest müsste sich für jeden Gaumen der passende Gerstensaft finden. Denn insgesamt sechs verschiedene Oktoberfest-Biersorten werden eigens von den Münchner Brauereien jedes Jahr für die Wiesn-Festwirte kreiert. 

Wo welches Bier ausgeschenkt wird:

Hacker-Pschorr: Das mit 5,8 % Alkohol schwächste Bier der Wiesn gibt es im Hacker-Festzelt und der Bräurosl.

Spaten-Franziskaner: Ebenfalls ein Leichtgewicht unter den Wiesn-Bieren ist mit 5,9 Prozent das Spaten. Ausgeschenkt wird es im Hippodrom, im Schottenhammel und der Ochsenbraterei (Spatenbräu-Festhalle).

Augustiner: Als einziges der Münchner Biere wird das Augustiner auf der Wiesn noch aus traditionellen Holzfässern ausgeschenkt. Das Augustiner-Oktoberfest-Bier (6 Prozent) gibt es in der Augustiner-Festhalle und der Fischer-Vroni.

Paulaner: Das 6-prozentige Paulaner können sich Wiesn-Besucher im Armbrustschützenzelt, im Winzerer Fähndl oder in Käfer's Wies'n Schänke schmecken lassen.

Löwenbräu: 6,1 Prozent Alkohol hat das Löwenbräu-Bier. Ausgeschenkt wird es im Schützen-Festzelt und der Löwenbräu-Festhalle.

Hofbräu: Das Hofbräu-Wiesn-Bier gibt es einzig und allein im Hofbräu-Festzelt. Mit 6,3 Prozent ist es das stärkste aller Wiesn-Biere.

Der Bierpreis 2012

Da die großen Zelte von unterschiedlichen Brauereien beliefert werden und die Festwirte ihre eigenen Preise bestimmen, variiert der Bierpreis von Zelt zu Zelt. Im Jahr 2012 kostet die Mass zwischen 9,20 und 9,50 Euro. Die Preise in den einzelnen Zelten, erfahren Sie in dieser Übersicht:

Wiesn 2012: Die Bierpreise aus den großen Zelten

Die deutlichste Preissteigerung gab es übrigens während der Inflation in den Jahren 1920 bis 1923. Damals stieg der Preis von 2,50 Mark im Jahr 1920 auf 50 Mark (1922) und gipfelte bei einer Marke von sage und schreibe 260 Milliarden Mark.

vh

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