Wucher bei Oktoberfest-Tischen: Brandbrief gegen die Wiesn-Abzocker

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    • 23.03.13
    • Wiesn
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Wie man einen Tisch reserviert

Brandbrief gegen die Wiesn-Abzocker

München - O’ zapft is noch lange nicht – eine halbes Jahr dauert es noch bis zum 180. Oktoberfest. Die Reservierungs-Abzocker von Online-Portalen allerdings sind so früh dran wie noch nie.

© Westermann

Begehrtes Gut: ein Platz im Wiesn-Zelt.

Für bis zu 3000 Euro stehen schon jetzt Tische im Netz! Und das, obwohl die Stadt noch nicht einmal offiziell die Bierzelte zugelassen hat und es somit noch keine Reservierungs-Zusagen geben kann. Die Wiesn-Wirte warnen die Besucher jetzt in einem Brandbrief (siehe unten als pdf): „Nehmen Sie Abstand von so unseriösen Angeboten!“

© WestermannToni Roiderer

Das Problem mit dem Weiterverkauf der Reservierungen zu völlig überteuerten Preisen und dem Betrug mit fiktiven Reservierungen, die es gar nicht gibt, ist schon viele Jahre alt. Wirte-Sprecher Toni Roiderer sieht heuer sogar noch mehr Probleme auf sich und seine Kollegen zukommen: „Durch den Stadtrats-Beschluss können heuer noch weniger Plätze reserviert werden. Das heißt, diese Plätze werden noch begehrter – und die Ticketagenturen verlangen deshalb noch höhere Preise.“ Das Wirtschaftsreferat um Wiesn-Chef Dieter Reiter sieht dies anders. „Eine Verschärfung“ sei „nicht zu erwarten“, heißt es.

Fest steht: Der Kampf gegen die Abzocke wird immer schwieriger, weil immer mehr Ticket-Agenturen und Betrüger das große Geld wittern. Und den Verantwortlichen sind die Hände gebunden. Bei der Stadt heißt es: „Aufgrund der Rechtslage besteht von Veranstalterseite keine Möglichkeit, gegen den Verkauf von Oktoberfest-Reservierungen zu überteuerten Preisen vorzugehen.“ Auch der Anwalt der Wiesn-Wirte, Richard Seifert, ist machtlos: „Wir kennen viele schwarze Schafe und versuchen, dagegen vorzugehen. Aber es ist schwer, einen Betrug nachzuweisen. Letztendlich wird das immer ein Sisyphos-Kampf bleiben.“

Besucher, Bier & Bares: Die Wiesn in Zahlen

Und gerade deshalb versuchen die Wirte, den Abzockern die Kunden wegzunehmen. Sprecher Toni Roiderer vom Hackerzelt: „Mit diesem Brandbrief wollen wir heuer schon früh vor der Wiesn vermeiden, dass Besucher auf die Angebote eingehen. Wenn die Reservierung gekauft ist, können wir kaum noch was machen.“ Auch Wiesn-Chef Reiter appelliert an die Bürger: „Bitte schieben Sie solchen Machenschaften einen Riegel vor, akzeptieren Sie diese Abzocke nicht! Nur Sie können diese beenden.“ Der Brandbrief endet mit den Worten: „Gehen Sie bitte kein Risiko ein, bei diesen ist nur eines sicher, sie kosten viel Geld und bieten keine Gewähr.“

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Wiesnwirte.

Hier erhalten Sie Tipps, wie man einen Wiesn-Tisch reserviert.

Bayern oder Ballermann: Wiesn-Zelte im Vergleich

Nina Bautz

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