tz-Besuch

Wiesn-Zelt: Hier schnitzen sie den neuen Marstall

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Die Firma Pletschacher in Dasing baut das Marstall-Zelt.

München - tz-Besuch beim Zeltbauer: So wird das neue Reich von Wiesn-Wirt Siegfried Able.

Es geht wieder los: Am Montag beginnen die Aufbauarbeiten fürs Oktoberfest. Heuer schauen alle Münchner auf der Thersienwiese genauer hin. Erstmals seit langem entsteht dort wieder ein neues Zelt: der Marstall von Wirt Sigi Able. Wie es genau aussehen wird, ist streng geheim. Able will sich vor der offiziellen Vorstellung bei der städtischen Pressekonferenz Ende des Monats nicht zu den Zeltplänen äußern.

Die tz aber hat den Zeltbauer aufgespürt: die Firma Pletschacher in Dasing, die bereits etliche andere Zelte wie das Herzkasperlzelt und die Knödelei entworfen hat und jedes Jahr mehr als die Hälfte aller großen Zelte aufbaut. In riesigen Hallen schnitzen derzeit 25 bis 30 Mitarbeiter bis zu 13 Stunden täglich an Ables neuem Reich.

Markenzeichen des neuen Marstalls werden die riesigen Herzerlfenster. Der Biergarten wird im Vergleich zum Hippodrom nicht nur vergrößert, sondern auch mit besonders heimeligen Bänken ausgestattet (siehe unten).

Die Dimensionen:

300 Kubikmeter Holz, 80 Tonnen Stahl,

110 Fundamente mit einem Durchmesser bis zu 2,50 Meter und 120 Außenelemente. Mit knapp 3000 Quadratmetern Grundfläche ist das neue Zelt zwar vergleichsweise klein, aber nicht weniger arbeitsintensiv. „Es ist ein zweistöckiges Zelt mit einer rundumlaufenden Galerie auf 1050 Quadratmeter für etwa 1000 Personen“, erzählt Zeltbauer Uli Pletschacher.

Die Fassade:

Eine Skizze von der Vorderseite will auch die Zeltbau-Firma nicht rausrücken. Aber Pletschacher verrät: „Die Wände werden nicht wie beim Hippodrom rot, sondern hell sein. Die Holzkonstruktion ist dunkel.“

Die Musikbühne:

Das Herzstück des Innenraums entsteht derzeit in Dresden beim renommierten Figurenbauer Peter Ardelt, der unter anderem auch den Paulaner-Krug auf dem Winzerer Fähndl gebaut hat. Die Bühne wird auf einem 2,20-Meter-Sockel stehen, 6,50 Meter breit und 6,50 Meter hoch sein. Über der Kapelle drehen sich nostalgische Pferde wie bei einem Karussell im Kreis.

Uli Pletschacher und seine Kollegen freuen sich auf den 20. September: „Wenn die Wirte einziehen, werden alle Blicke auf das neue Aushängeschild am Eingang gerichtet sein.“

Das ist eine Überraschung:

Am Vorderfront-Giebel werden drei riesige Herzerl-Fenster prangen! Die Schlosser der Firma Ankner in Dasing (Foto) haben schwer zu schleppen: Alle drei Fensterkonstruktionen sind aus Stahl, das größte misst 8 mal 6 Meter! Die Fenster sind extrem aufwändig, da die Sprossen geschwungen sind.

Das wird das neue Marstall-Schild:

Mit dem Firmenlogo vom ausgeschenkten Spatenbier und dem Namen in bayerischer Jugendstilschrift steht es bald auf dem First und ist schon von Weitem zu sehen. Das Dach steht auf

14 Achsen. Die ganze Dachkonstruktion wiegt circa 56 Tonnen!

Nina Bautz

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