Eigentlich ist der Habererplatz zu klein für das Volksfest. „Ein wenig beengt“, nennt es Sabine Kollmann bei der Präsentation des neues Programms im Miesbacher Bräuwirt, als dass das richtige Volksfest-Gefühl aufkommen könnte. Dafür liege das Festzelt schöner auf der Wiese im Waitzinger Park. Heuer findet das Sommervergnügen voraussichtlich zum dritten und letzten Mal auf dem Habererplatz statt. Im kommenden Jahr zieht es wieder auf seine angestammte Volksfestwiese neben der Oberlandhalle. Die Schulcontainer werden derzeit abgebaut. Dann ist auch wieder mehr Platz für Fahrgeschäfte wie Musikexpress und Breakdancer – und für das richtige Volksfest-Gefühl.
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„Sonst war es am Mittwoch immer so geballt auf der Bühne: Die Blasmusik hat gespielt, und im Hintergrund hat Tropical Rain schon ihre Ausrüstung aufgebaut“, begründet Sabine Kollmann die Verlegung. „Mit dieser Lösung haben wir einen ruhigeren Senioren-Nachmittag.“ Mehr ändert sich an diesem Tag aber nicht. Wie gehabt laden Stadt, die Hacker- Pschorr-Brauerei und die Festwirte Senioren zum Mittagstisch, den die Windfeld Musi musikalisch begleitet.
Neu ist heuer zudem die Wahl zum Volksfestmadl, das die Veranstalter gemeinsam mit unserer Zeitung suchen. Sie findet am Montag, 2. Juli, ab 19.30 Uhr im Festzelt statt. Vor zehn Jahren wurde zum letzten Mal die schönste Miesbacherin gesucht und gefunden, wie sich Zeltmoderator Sepp Angerer erinnert. Diesmal stellen sich die Bewerberinnen in zwei Runden dem Publikum, das dann über die Gewinnerin abstimmt. Dabei müssen sich die jungen Frauen präsentieren – ob sie ein Gedicht vortragen oder einen Handstand machen, das ist laut Angerer egal. Die Musik dazu kommt von den Isarkrainern, die zum ersten Mal im Festzelt spielen.
Auf ihre Bürgermeisterin müssen die Miesbacher beim Anstich am Freitag, 29. Juni, allerdings verzichten. Sie weilt im Urlaub und wird an diesem Abend von Paul Fertl vertreten. Beim Seniorennachmittag hat sie dann aber wieder ein offenes Ohr für die Belange der Miesbacher. Auch ihr gefällt das neue Programm: „Wir sind hervorragend dabei.“ Bierliebhaber haben heuer einen Preisanstieg von 20 Cent je Maß zu verkraften. Und ob das EM-Endspiel am Sonntag, 1. Juli, im Festzelt zu sehen ist, wird spontan entschieden.
Von Daniela Dinstbier





























































































































