Pünktlich zum Wiesn-Anstich wird es wieder voll in München - und Schlafplätze werden rar. Das treibt mitunter seltsame Blüten, in Containern und auf Campingplätzen.

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In Riem ist für die Wiesn eine kleine Container-Siedlung entstanden.
Wer als Wiesn-Tourist nicht zum Bewohner eines Containers avancieren will, kann auf einen der Münchner Campingplätze ausweichen. Rund 16 Prozent der übernachtenden Wiesn-Gäste nutzen laut Angaben des Tourismusamtes München diese Option. Das macht etwa 250 000 Camper.
Die Lofts stehen zwar auf Obsts Wiesn-Camp im Riemer Reitstadion, angemietet hat sie aber das weltweit agierende Unternehmen “Airbnb“, das als Internet-Marktplatz für die Vermietung und Buchung von Privatunterkünften sein Geld verdient. Das Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco diktiert die Preise für die Lofts, aktuell liegen sie bei bis zu 129 Euro pro Loft und Nacht.
Gunnar Froh ist Deutschland-Manager von Airbnb und sieht die Lofts für zwei Personen als ein zusätzliches Angebot neben den rund 1000 Inseraten an privaten Übernachtungsmöglichkeiten, die Münchner auf der Internetseite von Airbnb für die Wiesn-Zeit eingestellt haben. Airbnb ist nicht das einzige Unternehmen, das mit der Vermittlung privater Unterkünfte zur Wiesn Geld verdient, auch der Konkurrent “Wimdu“ vermittelt unter dem Leitspruch “Travel like a local“ private Zimmer in München.
Camper können neben dem Wiesn-Camp die Campingplätze in Thalkirchen, Obermenzing, Nymphenburg, Feldmoching oder Langwied ansteuern. Eigens für Wiesn-Touristen, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind, hat das “Oktoberfest Camping“ in Riem geöffnet. Claudia Hartl ist Geschäftsführerin des diesjährigen Betreibers, der Flohmarkt München Riem GmbH, und rechnet mit Publikum aus aller Welt: “Es werden vor allem Italiener, Australier und Neuseeländer zu uns kommen. Viele leihen sich die Wohnmobile extra fürs Oktoberfest aus und verbinden eine Deutschlandreise damit.“
Wer lieber ins Hotel geht, für den stehen laut Angaben des Münchner Tourismusamtes rund 58 000 Betten in 393 Häusern zur Verfügung, etwa 3000 mehr als 2010. Laut Conrad Mayer vom Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband wird das Buchungsverhalten der Gäste immer spontaner, die Nachfrage sei spürbar verhaltener als letztes Jahr. “Ich bin überzeugt davon, dass es an fast allen Wiesn-Tagen noch Platz gibt in Münchens Hotels. Es ist zwar immer noch alles drin - aber rappelvoll wird es dieses Jahr wohl nicht werden.“
Angela Gruber (dpa)
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