Tag der Deutschen Einheit: Rekordtag auf der Wiesn

Wiesn-Besucher trinken 7,3 Millionen Mass Bier

Oktoberfest 2015 Wiesn
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Nicht ganz so viel wie im vergangenen Jahr, aber trotzdem nicht schlecht: 7,3 Millionen Liter Bier tranken die Oktoberfest-Besucher.

München - Die Wünsche des Wiesn-Chefs wurden erhört! Ein "furioses" Oktoberfest-Finale erhoffte sich Münchens 2. Bürgermeister Josef Schmid (46, CSU) – und er bekam es auch. Bei herrlichem Herbstwetter herrschte am Tag der Deutschen Einheit Ausnahmezustand.

Die Zelte waren dicht und auch drumherum ging nichts mehr. Lag’s am vollen Geldbeutel zum Monatsanfang, dem Traumwetter oder dem Feiertag? Jedenfalls sprach die Festleitung schon früh vom Rekordtag der 182. Wiesn. Hier geht's zu unserem Wiesn-Ticker vom Abschlusstag.

Das Oktoberfest 2015 in Zahlen

  • 7,3 Millionen Mass Bier (Vorjahr: 7,7 Millionen)
  • 110.000 sichergestellte Masskrüge (Vorjahr: 112.000)
  • 114 Ochsen (Vorjahr: 112)
  • 50 Kälber (Vorjahr: 48)
  • 2,89 Millionen Kilowattstunden Stromverbrauch (Vorjahr: 2,98 Millionen)
  • 5,9 Millionen Besucher (Vorjahr: 6,3 Millionen)
  • 121 Sperrungen U-Bahn Theresienwiese (Vorjahr: 150)
  • 11.000 Handytickets pro Tag (Vorjahr: 5500)
  • 535.000 Besucher auf der Oidn Wiesn (Vorjahr: 570.000)
  • 1630 Polizeieinsätze (Vorjahr: 1737)
  • 2948 Fundstücke (Vorjahr: 3646)

Das passierte am Samstag auf dem Oktoberfest 2015

Um kurz vor 15 Uhr setzte die Münchner Feuerwehr über die Handy-App „Katwarn“, die eigentlich für Katastrophenfälle gedacht ist, sogar eine Warnung ab. Die Empfehlung: „Bitte sehen Sie von einem Besuch des Oktoberfestes ab.“ Bereits eineinhalb Stunden, nachdem die Bierzelte geöffnet hatten, ging an den Eingängen nichts mehr. An der S-Bahn-Station Hackerbrücke regierte das Chaos. Im zentralen Aufgang war kein Durchkommen mehr. Viele Gäste fuhren daraufhin zurück zum Hauptbahnhof, um sich von dort zu Fuß auf den Weg zu machen. Die Wirtsbudenstraße platzte aus allen Nähten. Auf der Oidn Wiesn waren die Eingänge schon bald verriegelt.

Unfassbar: Trotz des Verbotes quälten sich auch Familien mit Kinderwagen durch die Menschenmassen. Auch die Zahlen der Polizei belegen den Ausnahmezustand. Pressesprecher Wolfgang Wenger: „Mit über 300 Einsätzen hatten wir am Samstag den einsatzstärksten Tag seit Jahren.“ Die heraufbeschworene Krisen-Wiesn liefert also doch noch Rekorde. Wo sich viele Menschen tummeln, geht auch vieles verloren. Fundbüro-Teamleiterin Edeltraut Dietl am Samstag zur tz: „Bei uns ist die Hölle los.“ Im Sekundentakt strömen Besucher in ihr Büro. Handys, Schlüssel und Geldbörsen sind die Klassiker. Aber auch echte Kuriositäten landen hier. Rollstühle, Gebisse, Imbissschilder oder ein Clownskostüm. Auch der Sonntag hatte es trotz des deutlich schlechteren Wetters mit Wind, Regen und teils eisigen Temperaturen noch mal richtig in sich. Sogar in den Biergärten war einiges los. Die komplette Wiesn-Bilanz lesen Sie oben auf dieser Seite.

Johannes Heininger

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