Live-Bilder aus der Geisterbahn, eine Riesen-Resi mit dem singendem Elch „Hubertus“ und Forscherexpeditionen für Kinder - auch mit solchen neuen Attraktionen soll das Münchner Oktoberfest vom 22. September bis zum 7. Oktober mindestens sechs Millionen Besucher anlocken. Wegen des Zentral-Landwirtschaftsfests (ZLF) sei es eine „kleine“ Wiesn, dafür gebe es qualitative Verbesserungen, sagte Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) am Dienstag in München. Im Südteil des Festgeländes feiern die Bauern in der ersten Wiesn-Woche alle vier Jahre das ZLF, das neueste Entwicklungen aus Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft zeigt.
Hightech und Historie
Auch heuer liegen Hightech und Historie auf der Wiesn nah beieinander. Die Geisterbahn Shocker setzt auf Live-Übertragungen aus der stockfinsteren Gruselstrecke, in der auch noch ein Geisterfahrer unterwegs ist. Dafür spielt im Osten des Festgeländes erstmal ein restauriertes Orchestrion aus den 1950er Jahren auf. Die Tanzorgel vereint zehn Instrumente von Akkordeon über Posaune und Xylofon bis zu Schlagzeug und Hammondorgel und kann 500 Lieder zum Besten geben.
Bilder vom Wiesn-Aufbau
Öko-Wiesn
Biostrom und „Klima-Lebkuchenherzen“ sollen heuer die Ökobilanz der Konsumorgie aufbessern. Der Aufpreis der Herzen soll in Projekte zur Verringerung von CO2-Emissionen fließen. In den vergangenen 20 Jahren sei bereits die Abfallmenge pro Besucher um 90 Prozent reduziert worden, betonte Reiter.
Ein Verbot von Glasflaschen soll mehr Sicherheit bringen. „Es ist ein Wahnsinn, was für ein Riesenberg an Glasscherben sich auf der Wiesn befindet“, sagte Reiter. Besonders viele Verletzungen zählen die Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes an warmen Tagen, wenn die Gäste mit Ballerinas oder Flip-Flops kommen. Die Oktoberfestleitung will hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: „Wir hoffen damit auch das Thema Vorglühen ein bisschen einzudämmen“, sagte Reiter.
Neu auf der Wiesn 2012 ist außerdem die Wiedereinlassregelung für Raucher, die Bier-Pipeline fürs Hackerzelt und natürlich hat sich auch beim Bierpreis wieder was getan.
Der Bierpreis seit 1810
Betretungsverbot durchsetzen
Seit Jahren ein Problem: Die Ersten kommen - nach durchzechter Nacht - morgens um 5.00 Uhr oder 6.00 Uhr und behindern insbesondere den Lieferverkehr. Das Betretungsverbot von 01.30 Uhr bis 08.00 Uhr schert sie wenig. Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid (SPD) ist dennoch dagegen, das Fest später zu öffnen. Stattdessen müsse das Verbot endlich einmal durchgesetzt werden. „Das wäre einen Versuch wert.“
dpa






































































































© dapdEin Hingucker: Der Schmuck zum diesjährigen Oktoberfest.




















































































