730.09.09|Promis|Promis|3
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München - Ralph Siegel hat am Dienstagabend im Käferzelt in seinen 64. Geburtstag hineingefeiert. Nicht nur die Gäste waren erlesen, auch für das Ambiente hat der Hitkomponist sich etwas Besonderes einfallen lassen.

© Sigi Jantz
Bester Laune: Ralph Siegel und Ehefrau Kriemhild Jahn
So großzgügig und liebevoll feiert nur einer auf dem Oktoberfest: Ralph Siegel. Die Boxen in Käfer’s Wiesnschänke ließ er dafür mit üppigen Blumengirlanden umrahmen, vom Zelthimmel lachten Dutzende rosa Rosen, mehrere (6-Liter)-Methusalem-Flaschen Veuve Cliquot waren für die 36 Gäste eingekühlt – nebst diversen Weinen –, ein mehrgängiges Menü mit Fisch und Ente bestellt und ein Zauberkünstler zur Unterhaltung an den Tischen engagiert.
Alles war bis ins kleinste Detail arrangiert, obwohl es doch gar kein runder Geburtstag war, in den der Hitkomponist mit seiner Familie und den liebsten Freunden am Dienstagabend hineinfeierte. Es war der 64.. Aber Ralph Siegel meinte: „Man weiß doch nie, ob man noch einmal so schön zusammen feiern kann!“ Der Musikproduzent und Komponist zeigt gern seine Gefühle und mag sie auch ausleben, weshalb er an diesem Abend besonders gern von seiner großen Liebe Kriemhild sprach – dankbar dafür, dass er mit einer so jungen und schönen Frau leben darf. Und genauso stolz sprach er auch von seinen drei Töchtern Alana, Marcella und Julia! „Der liebe Gott hat mich wirklich reich beschenkt! Ich hatte tolle Eltern, eine gute Ausbildung, ich habe 46 Jahre richtig hart gearbeitet und mach’ jetzt statt ganztags 24 Stunden nur noch halbtags zwölf Stunden.“ Mit 64 darf das sein.
Ralph Siegel hat mit Ein bisschen Frieden den Grand Prix gewonnen, 2000 Lieder und zahllose Hits komponiert – darunter auch Ohrwürmer wie Fiesta Mexicana, Moskau oder Dschinghis Khan. Er hat fast alles in seinem Leben erreicht – und doch –, ein Wunsch ist noch offen: „Ich arbeite seit 25 Jahren an meinem Musical Clowns und bin jetzt bei der elften Version. Das möchte ich noch erleben, dass das auf die Bühnen dieser Welt kommt, das ist mein Lebenstraum!“ Es ist Siegel erster und ältester Traum. Als er mit 19 Jahren zum Studium in Amerika war, und ihn sein Vater, der Schlagerkomponist Ralph Maria Siegel, in New York abholte, wo am Broadway gerade Barbra Streisand und Samy Davis jr. auftraten, sagte er: „Papi, one day, I’ve got to do it.“ Papi, eines Tages muss ich das tun.
Dass es so schwer werden würde – das hatte Siegel allerdings nicht gedacht. Auf Wunsch potenzieller Produzenten in Amerika musste das Buch immer wieder umgearbeitet werden, immer wieder neue Songs geschrieben und Probeaufführungen einstudiert und inszeniert werden. Inzwischen hat Siegel ein Vermögen in das Projekt gesteckt. Und trotzdem hat er noch nicht aufgegeben. „Frag’ mich nicht warum“, meint er dazu.
Im November soll in Florida die nächste Probeinszenierung stattfinden – mit 30 bis 40 Künstlern. „Diesmal klappt es!“, gibt sich Ralph Siegel siegessicher. „Und dann kommt es nächstes Jahr auf die Bühne!“
Ulrike Schmidt

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