München - Nachdem er ohnehin wegen Ermittlungen zur Steuerhinterziehung um seine Lizenz bangen muss, trennt sich Promi-Wirt Sepp Krätz nun offenbar freiwillig vom Oktoberfest. Angeblich will er sein Hippodrom verkaufen.

© Schlaf
Seit 1995 Wiesn-Wirt im Hippodrom: Sepp Krätz.
Wie eine Sprecherin des Referats für Arbeit und Wirtschaft unserem Portal gegenüber bestätigte, gab es kürzlich ein Gespräch zwischen Sepp Krätz und Wiesn-Chef Dieter Reiter. Über den Inhalt dieses Gesprächs wurde aber, so wörtlich, "Vertraulichkeit vereinbart". Es soll dabei vorallem darum gegangen sein, dass Dieter Reiter von Sepp Krätz über den Stand der Ermittlungen auf dem Laufenden gehalten wird.
Anfang Mai entscheidet der Stadtrat über die Wiesn-Zulassungen für 2012. Sollte Krätz noch eine Zulassung für das diesjährige Oktoberfest erhalten, wäre es dem Bericht zufolge der letzte Auftritt des Wiesn-Wirts, der seit 1995 das Hippodrom führt. Ob dann tatsächlich die Augustiner-Brauerei den Zuschlag erhält, ist fraglich. Die Bild-Zeitung zitiert dazu einen Stadtrat: „Ein weiteres, brauereigebundenes Wiesn-Zelt ist nicht unproblematisch. Außerdem ist Augustiner auf der Wiesn schon stark vertreten.“
Zudem steht nicht fest, ob ein neuer Lizenzinhaber überhaupt das Hippodrom übernehmen würde. Möglich wäre auch, dass ein anderer Betreiber ein völlig neues Zelt mit einem anderem Konzept plant.
vh
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