Bierzelt-Bedienungen verdienen einen Haufen Geld während der Wiesn, das weiß jeder. Trotzdem will fast keiner diesen Job machen.

© Westermann
tz-Redakteurin Nina Bautz beim Mass schleppen.
Sie jonglieren im stickigen Zelt zwischen feiernden Gästen mit meist mehr als zehn Mass-Krügen und kämpfen sich mit dampfenden Tabletts durch die Menge – sie haben den härtesten Job auf der Wiesn. Wiesn-Reporterin Nina Bautz hat in der Fischer-Vroni den Selbstversuch gewagt:
Aua! Als ich die ersten Massen hochhebe, klemmt mein Ring die Haut am Mittelfinger ein. Runter damit.
Viel einfacher wird’s trotzdem nicht: Die Krughenkel sind klatschnass und rutschen herunter. Die Massen hängen gefährlich weit nach unten. Bevor alles rausschwappt, stelle ich sie wieder ab. Hinter mir wird die Schlange länger. Die Massen einklemmen. Ich soll den kleinen und den Ringfinger fest gegen die Mass drücken, um sie zu stabilisieren. Dazu bräuchte man aber a bisserl Kraft in diesen Fingern …
Für die zweite Aufgabe, das Essen, braucht es nur ein paar Tipps: Auf der Schulter abstellen, schwere Sachen nach innen, die linke Hand zum Stützen unter den Schlitten, die andere zum Ausbalancieren locker an den Rand. Klappt wie geschmiert. Damit könnte ich gleich professionell anfangen.
Will ich aber nicht. Mein Dirndl ist nass und stinkt nach Bier, mein Mittelfinger pocht. Ich bin bedient.
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