Weiß-blauer Himmel, Altweibersommer bei 20 Grad und gemütliches Bummeln statt Ausnahmezustand und Rekordzahlen- zur Halbzeit präsentiert sich die Wiesn, wie sie sein sollte: Ein Fest voller Herzlichkeit für Familien, Schausteller und Gäste aus aller Welt. „Ein goldener Glanz liegt über der Wiesn“, bilanziert Gabriele Weißhäupl (64). Zum letzten Mal dirigierte die Wiesn-Chefin am Sonntag das traditionelle Standkonzert am Fuße der Bavaria: „Im Herzen tut mir der Abschied schon a bisserl weh“.
Neue Besucherrekorde wurden nicht geknackt: Insgesamt 3,5 Millionen Gäste kamen bisher aufs Oktoberfest - genauso viele wie letztes Jahr. Auffällig bei den internationalen Gästen: Viele tragen ihre eigene Landestracht, wie etwa die Holländer die Holzpantoffeln oder die Schotten ihren Kilt.
Sogwirkung der Oidn Wiesn: 200 000 Besucher zog es auf das historische Gelände. Vor allem die „Dicke Berta“ und das neue Zelt „Zur Schönheitskönigin“ begeisterten Alt und Jung. Kleiner Wehrmutstropfen: Der Ärger um den Wiedereinlass auf das Gelände und falsch geschultes Einlasspersonal. „Nächstes Jahr gibt‘s dafür eine Lösung“, sagt Wirtschaftsreferent Dieter Reiter.
Kleine Hüte, große Herzen: Der Favorit unter den Mitbringseln sind heuer XXL-Lebkuchenherzen mit süßem Liebesbekenntnis oder mit dem klassischen „Gruß vom Oktoberfest“! Außerdem sehr beliebt: Fetzige Trachtenhüte, Haarschmuck und Edelweiß-Anstecker aus Filz - witzige T-Shirts und Juxhüte kommen heuer nicht gut an.
Von Brasilien über Polen bis nach China: Das Interesse der Welt an der Wiesn steigt weiter an! 2087 Journalistenkontakte im In- und Ausland zählte die Wiesn-Pressestelle bislang - 2010 waren es noch 1821.
Sanitäter und Ärzte des Roten Kreuzes kümmerten sich bisher um 4 671 Patienten. Kleinere Hilfeleistungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent zurück. 389 Besucher zwischen 18 bis 30 Jahren wurden wegen überhöhten Alkoholkonsums ärztlich versorgt. Die MVG musste bislang 80 Mal den U-Bahnhof Theresienwiese sperren, davon alleine 40 Mal zwischen vergangenen Donnerstag und Sonntag.
Die Halbzeit-Bilanz der Polizei: Sinkende Einsatzzahlen bei gleichzeitig steigenden Taschendiebstählen.
CL















































































































