Die ersten Schießgeschäfte hielten als Schießstände um 1840 auf Volksfesten Einzug. In den 1870er Jahren wurden die ersten Schießbuden aufgebaut, heute stehen moderne Schießwagen zum Testen der Zielsicherheit bereit.
In den 1880er Jahren kam das Schießen auf Objekte aus Ton auf. Tabakspfeifen, Tierfiguren, kleine Scheiben in Rund- oder Sternchenform (Flattern) oder Tontöpfchen (Scherben) waren die Artikel, die die Schießbudenbesitzer damals fast ausschließlich von Tonwaren- oder Tonpfeifenfabriken aus dem Westerwälder Kannenbäckerland bezogen.
Um sich selbständig machen zu können, baute Mary Schröder (1899 - 1975) in den letzten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg heimlich eine Schießbude:
Mit dem "Altbairischen Scherbenschießen" ging sie dann auf die erste Münchner Wiesn nach dem Krieg. 1965 wurde die alte Bude TÜV-gerecht modernisiert, ohne den Grundbau anzutasten.
Das Erscheinungsbild blieb bis heute bestehen, wie alte Fotografien der Schießbude über die Jahre belegen. Die Familientradition führt die Enkelin, Ursula-Josy Steinker fort. Sie übernahm 1994 von ihrer Mutter Lilo Steinker-Schröder das Geschäft, das nur auf der Wiesn aufgebaut wird. Und hier kann geschossen werden wie in früheren Zeiten - auf original Tonröhrchen und -töpfchen, den sogenannten "Scherben".
Rubriklistenbild: © fkn
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