Am Montag beginnt auf der Theresienwiese der Aufbau für das Oktoberfest. Das heißt für die Anwohner: Bis Ende Oktober ist das Gelände für Fußgänger und Radler gesperrt. Rund um die Theresienwiese gärt es. Der Bezirkssausschussvorsitzende Ludwig Wörner (SPD) berichtet sogar von einem geplanten Bürgerbegehren!
Bilder vom Wiesn-Abbau
Wörner hält die Sperre für vermeidbar: „Es ging jahrzehntelang ohne, und es ist kein Unfall aktenkundig geworden. Es müsste wenigstens möglich sein, eine West-Ost-Querung einzurichten. Da muss man halt die Baustelle von zwei Seiten anfahren.“ Auch Schlagbauer sieht das so: „Ich könnte mir so eine Passage durchaus vorstellen.“
Doch SPD-Mann Wörner, der auch im Landtag sitzt, hat die Hoffnung auf eine Lösung aufgegeben: „Es gab schon so viele Gespräche, ich habe aufgehört, zu verhandeln.“ Er weiß, dass für die Sperre sein Parteifreund und OB-Kandidat Dieter Reiter als Wirtschaftsreferent verantwortlich ist. Dessen Sprecher Wolfgang Nickl begründet die Sperre mit „versicherungstechnischen Notwendigkeiten“. Laster, Kräne, Stapler und auf den Straßen lagernde, große Zeltteile stellten für Fußgänger und Radler eine zu große Gefahr dar. Der Stadtrat habe die Sperrung einstimmig beschlossen.
Wörner sieht die erneute Sperre aber so: „Offensichtlich legt man es auf Krieg an.“ Und der scheint sich tatsächlich anzubahnen. Wörner: „Es gibt Initiativen, die ein Stadtteil-Bürgerbegehren planen, das sich mit der Nutzung der Theresienwiese befasst.“ Was er von davon hält: „Ich werde das nicht initiieren, aber ich kann das nur unterstützen.“
Johannes Welte






































































































Bezirksausschuss-Chef Ludwig Wörner ( SPD)












































































































