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Historische Wiesn: Müssen Besucher draußen bleiben?

Historische Wiesn: Müssen Besucher draußen bleiben?

München - Es soll eine rauschendes Fest werden: Das historische Oktoberfest auf der Wiesn. Unklar ist, wie viele rein dürfen. Am Wochenende könnten viele Besucher vor verschlossenen Toren stehen.

Da staunt die Bavaria: „Der große Berliner Weihnachtsmarkt“ steht auf dem Container-Torbogen - mitten im August auf der Münchner Theresienwiese. Statt mit Schneemann und Christbaum wird das Tor bald mit einem historischen Bild vom ersten Oktoberfest 1810 geschmückt. Bis zur Eröffnung der historischen Wiesn am 17. September soll alles seine Ordnung haben, versichert Wolfgang Nickl, Sprecher des zuständigen Wirtschaftsreferats. Schließlich werden die Container, zuletzt offenbar am Berliner Alexanderplatz im Einsatz, den Eingang zum Jubiläumfest auf dem Südteil der Theresienwiese markieren.

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© Klaus HaagJa, is denn heut’ scho Weihnachten? Bis zum Start der historischen Wiesn am 17. September wird der Hinweis auf den „großen Berliner Weihnachtsmarkt“ mit einem historischen Bild eines Tores zum Oktoberfest überklebt.

Mit Pferderennen, Kulturveranstaltungen, einem Jubiläumszelt und historischen Fahrgeschäften feiert das Oktoberfest heuer seinen 200. Geburtstag. Doch noch ist unklar, wie viele Menschen gleichzeitig auf das eingezäunte Festgelände dürfen. „Wir wissen nicht ganz genau, wie viele Besucher drauf passen“, sagte Nickl. „Wir werden aber darauf achten, dass keine drangvolle Enge auf dem Gelände herrscht.“ Im Zweifel wird der Zugang zum Jubiläumsgelände gesperrt. Dann heißt es nicht mehr nur bei den Festzelten: Wegen Überfüllung geschlossen. Wann und wie oft gesperrt werden muss, ist noch völlig unklar. Doch gerade an den Wochenenden könnte schnell Schluss sein. Zwischen 20 000 und 40 000 Besucher passen wohl auf das Gelände, schätzen die Verantwortlichen. Bei mehr als sechs Millionen Wiesnbesucher keine besonders große Zahl.

Normalerweise gilt für eingezäunte Veranstaltungen die Regel, dass maximal zwei Besucher auf einen Quadratmeter kommen dürfen. Doch so einfach ist die Rechnung bei der Jubiläumswiesn nicht, sagt Peter Bachmeier, bei der Feuerwehr zuständig für das Oktoberfest. Zwar ist das Gelände knapp 36 000 Quadratmeter groß, doch die Besucher werden sich wohl an einigen wenigen Attraktionen ballen, vermutet Bachmeier. Deshalb könne man diese Zahl nicht einfach mit zwei multiplizieren. Hinzu kommt, dass auf dem Gelände auch Bauten wie die Zelte oder die Pferderennbahn stehen. Wann der Zugang zur Jubiläumswiesn gesperrt wird, entscheidet daher ein „erfahrener Platzmanager“ in Absprache mit den Sicherheitsbehörden, sagte Referatssprecher Nickl.

Dann sollen auch an den zehn Kassenhäuschen gegenüber vom Eingang keine Eintrittskarten mehr verkauft werden. Denn wer auf die historische Wiesn will, muss vier Euro bezahlen. Für diesen Preis darf man das Gelände einmal betreten. Verlässt man die historische Wiesn und will noch einmal hinein, muss man erneut zahlen. Nur Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt.

Die Stadt hat die Besucherzahlen der historischen Wiesn derzeit sehr vorsichtig geschätzt. Im Finanzierungsplan ist von 300 000 zahlenden Besuchern die Rede. Bei mehr als sechs Millionen regulären Wiesn-Besuchern eine wohl eher niedrige Schätzung.

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Doch auch wenn der Andrang deutlich größer ausfallen sollte als kalkuliert, werde es keine Probleme geben, versichert Nickl. Durch einen seperaten Ausgang sollen die Besucher das Gelände auch dann verlassen können, wenn der Zugang gesperrt ist. Auch die Zahl der Kassenhäuschen und Kassierer lasse sich schnell aufstocken.

Philipp Vetter

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