Penzberg - Das letzte Wochenende hatte es nochmal in sich, entsprechend fällt die Bilanz der Polizei zum Volksfest 2011 aus. Festwirt Fahrenschon bedauert noch etwas anderes.
Das Penzberger Volksfest auf der Berghalde ist vorbei, Festwirt Walter Fahrenschon zieht eine gemischte Bilanz. Einerseits kann Fahrenschon einen Besucherrekord verzeichnen. „Heuer waren es zwölf Prozent mehr Gäste als im vergangenen Jahr“, schätzt Fahrenschon. Zählen kann er die Gäste ja nicht. Er findet es „toll“, dass das Volksfest von den Menschen in Penzberg so gut angenommen wird. „Es ist wirklich ein Fest der Stadt für das ganze Volk“, schwärmt Fahrenschon. Allerdings gibt es da etwas, das ihm im Magen liegt. Die Blasmusik findet laut Fahrenschon nicht so viel Zuspruch. Auf dem Programm standen zum Beispiel die Penzberger Stadt- und Bergknappenkapelle, die Iffeldorfer Musikkapelle oder die Sindelsdorfer Musikanten. „Die Leute wollen Party machen und auf die Bänke steigen“, berichtet Fahrenschon. Die Party-Kapellen sind deswegen viel gefragter, mit ihnen macht Fahrenschon den meisten Umsatz. Im Zelt sei es nicht mehr so gemütlich wie früher. Das Publikum sei auch jünger geworden. „Aber die sind schon alle anständig“, meint Fahrenschon. Auf dem Volksfestplatz sei es friedlich zugegangen. „Es gab keine Probleme mit dem Jugendschutz“, bestätigt auch Polizei-Chef Harald Bauer, wenngleich dennoch einige Alkoholleichen bei den Sanitätern gelandet sind. Bis zum letzten Wochenende schien es ein „ruhiges Volksfest“ zu werden. „Der Samstag hatte es aber in sich“, so Bauer. Eine Massenschlägerei beim Obi-Parkplatz, ein vermisster 16-Jähriger und der Verkauf von unverzollten Zigaretten an Jugendliche (wir berichteten). „Es ging viel wilder zu als 2010“, resümiert Bauer.
Quelle: merkur-onlineRubriklistenbild: © partygaenger.de
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