108.09.11|Zelte|Zelte|2
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Das Augustinerzelt ist vor allem bei den Münchner Gästen sehr beliebt. Junior-Wirt Thomas Vollmer erzählt von seinem Wiesn-Alltag und seinem Lieblingsplatz im Zelt.

© Westermann
Thomas und Markus Vollmer
Mein Wiesn-Glücksbringer:
Eine Taschenuhr, die ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe.
Mein Wiesn-Ritual:
Nach dem Einzug geht’s sofort ab ins Zelt Stammgäste begrüßen und in der Küche schauen, ob alles läuft. Am letzten Tag sind wir mit der ganzen Familie auf der Bühne und bedanken uns bei allen Gästen und Mitarbeitern. Meist gibt’s zum Abschluss ein Sierra madre bei abgedunkelter Beleuchtung.
Mein Lieblingsplatz im Zelt:
Einen richtigen Platz habe ich nicht, da ich immer im Zelt unterwegs bin; aber manchmal bei einem Stammtisch sitzen und ratschen oder auf einem Ganter die Übersicht genießen.
Mein Wiesn-Geheimnis/-Geheimtipp:
Gehen Sie am ersten Sonntag auf die Wiesn – da sieht man die schönsten Trachten. Das ist gelebte Tradition pur!
Mein Wiesn-Spatzl:
Die ganze Augustiner- Familie, von den Stammgästen bis zu den Mitarbeitern.
Meine lustigste Wiesn-Anekdote:
Als kleiner Bub war ich mit meinen Eltern auf der Wiesn, natürlich im Augustiner. Ich bestellte mir eine Schweinshaxe. Damals gab es nur Plastikmesser, die überhaupt nicht schnitten. Somit ist mir die Haxe vom Teller gefallen direkt in die Handtasche unserer Tischnachbarin (diese hat es Gott sei Dank mit Humor genommen).
Mein prominentester Wiesn-Besuch:
Bei uns verkörpern die Stammtische die Prominenz. Ich möchte extra keinen namentlich nennen, sonst würde bei der Vielzahl die Zeitung zu dick!
Mein Wiesn-Hit:
Flieger Lied
Mein typischer Wiesn-Tag:
Um 6.30 Uhr wirft mich meine Frau aus dem Bett, dann trinke ich eine schnelle Tasse Kaffee (bin ein Frühstücksmuffel). Dann geht’s ab auf die Wiesn. Einmal quer durchs Zelt (Küche, Service, Büro) – wenn es keine Probleme gibt (was selten ist), geht’s gleich zum Familienfrühstück. Dann Arbeit, Arbeit, Arbeit! Unter Tags gibt’s eine Bratwurstsemmel aus der Wirtsbudenstraße. Erst wenn am Abend das Gröbste geschafft ist, wird sich zum Essen hingesetzt – und gegen 24 Uhr geht’s wieder heim.
Mein Urlaubsziel nach der Wiesn:
Reit im Winkl oder Südtirol (das weiß ich noch nicht so genau) – Wandern, Klettern, einfach mit meiner Familie ausspannen.
Mein Wirte-Vorbild:
Hermann Haberl – Gott hab ihn selig! Ich habe immer seine Ausstrahlung und Ruhe bewundert, mit der er seine Betriebe aufgebaut und geführt hat.
tz
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