Der Ansturm auf die „Oide Wiesn“ überrascht auch die Stadt. Schon eine knappe Viertelmillion Besucher kamen bisher zum nostalgischen Fest auf dem Südteil der Theresienwiese. Nun muss die Festleitung wohl sogar Eintrittskarten nachdrucken lassen.
„Wir gehen davon aus, dass mehr als 500 000 Besucher kommen werden“, sagte Wiesnchefin Gabriele Weishäupl beim Wirte-Rundgang über die „Oide Wiesn“. Insbesondere das gute Spätsommerwetter und das noch bevorstehende lange Wochenende lassen Weishäupl befürchten, dass die halbe Million Eintrittskarten, die im Vorfeld gedruckt wurde, nicht reichen könnte.
Bilder: So schön ist die Oide Wiesn
Sollten am Ende tatsächlich 500 000 zahlende Besucher gezählt werden, würde das ein Plus von mehr als einer Million Euro bedeuten. Dieser Überschuss soll aber wohl nicht wie im Jubiläumsjahr einer Stiftung zugute kommen. „Ein Überschuss würde in die Gesamtkalkulation Wiesn eingehen“, sagte Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) bei der Halbzeitbilanz.
Damit kämen die Gewinne der „Oiden Wiesn“ auch dem regulären Oktoberfest zugute. „Ich bin sehr stolz darauf, dass ich dieses Fest noch mitorganisieren durfte“, sagte die scheidende Wiesnchefin Weishäupl.
Trotz des Erfolgs der „Oiden Wiesn“ wird es im nächsten Jahr keine Neuauflage geben, sondern erst im Jahr 2013. Denn im kommenden Jahr findet das Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) auf dem Südteil der Theresienwiese statt. „Es hat Gespräche gegeben, ob sich die ,Oide Wiesn‘ nicht in das ZLF integrieren lässt“, sagte Weishäupl, „aber die brauchen den Platz.“ Das nostalgische Fest müsse daher pausieren.
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